{"id":93,"date":"2020-11-14T18:40:20","date_gmt":"2020-11-14T17:40:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freisein-lernen.de\/?p=93"},"modified":"2024-08-06T20:38:35","modified_gmt":"2024-08-06T18:38:35","slug":"analyse-und-synthese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freisein-lernen.de\/?p=93","title":{"rendered":"Analyse und Synthese"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.freisein-lernen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Connected-1024x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-94\" width=\"553\" height=\"553\" srcset=\"https:\/\/www.freisein-lernen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Connected-1024x1024.png 1024w, https:\/\/www.freisein-lernen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Connected-300x300.png 300w, https:\/\/www.freisein-lernen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Connected-150x150.png 150w, https:\/\/www.freisein-lernen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Connected-768x768.png 768w, https:\/\/www.freisein-lernen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Connected-1536x1536.png 1536w, https:\/\/www.freisein-lernen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Connected-2048x2048.png 2048w, https:\/\/www.freisein-lernen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Connected-800x800.png 800w\" sizes=\"(max-width: 553px) 100vw, 553px\" \/><figcaption><em>Wir sind gleichzeitig Individualisten und ein gro\u00dfer Haufen Interdependenz.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeit schreitet voran und l\u00e4sst Leben entstehen und wieder vergehen. <br>Wir Menschen haben uns als einzige Wesen dem Kreislauf und der Kontrolle der Natur entzogen und uns auf den Weg gemacht und entfernten uns immer weiter und weiter. Wir erliegen nicht einfach mehr Krankheiten und Unf\u00e4llen sondern erfanden Methoden um unsere Leben \u00fcber das naturgegebene Ma\u00df hinaus zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fanden Wege uns von der amoralischen, skrupellosen Natur zu l\u00f6sen und unsere eigenen Regeln aufzustellen. Unser Drang, alles verstehen zu wollen, machte uns zu Spurensuchern nach der \u201eWahrheit\u201c. Unsere Hirne wollten erobern, erfahren, lernen, wachsen, Probleme l\u00f6sen. Ein ums andere erforschten wir alles um uns herum, alles in uns und werden damit auch nie aufh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Drang, unsere Leben von Leid und Elend zu befreien, brachte uns Sesshaftigkeit, Landwirtschaft, nach und nach Verschiebung von K\u00f6rperarbeit zur Hirnarbeit und ein verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig langes Leben. Wobei die k\u00f6rperliche Arbeit als notwendiges \u00dcbel lediglich verlagert, nicht aufgehoben wurde. Die Maschinen \u00fcbernehmen nach und nach diesen Anteil. So entstanden jedenfalls zwei Klassen unter den Menschen. Und der Tod als letztes Ziel blieb trotz aller Bem\u00fchungen bisher als Schreckgespenst am Horizont stehen. Wir alle im, ich sag jetzt mal, &#8222;hirngelagerten&#8220; Teil der Welt sind so eingenommen von der Vorstellung, dass wir was besonderes sind, besonderes leisten m\u00fcssten, nach etwas streben m\u00fcssten, dass uns Bedeutung verleiht, dass wir uns schnell \u00fcber unsere wahre Signifikanz bzw. dessen Fehlen hinwegt\u00e4uschen k\u00f6nnen.<br>(Der Umkehrschluss, dass wir alle null Wirkmacht haben, ist ebenso falsch, wohlgemerkt.)<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Leben sind so zerfasert geworden,&nbsp;dass wir kaum zur Ruhe kommen. Wir wissen um unsere Endlichkeit und das l\u00e4sst uns rastlos zur\u00fcck, in dem Bestreben, alles in dieses kurze Leben packen zu m\u00fcssen. Dabei k\u00f6nnen wir uns nicht entscheiden, denn die gef\u00fchlten M\u00f6glichkeiten scheinen immer weiter zu wachsen, da wir immer mehr und mehr Einfl\u00fcsse in unsere Leben hineinlassen. Wir analysieren unsere Umgebung, wir teilen alles auf in kleiner und kleiner werdende Partikel, setzen unser Skalpell \u00fcberall dort an, wo wir in noch tiefere Schichten vordringen wollen. Ebenso sezieren wir unsere Psyche, unsere Pers\u00f6nlichkeit, hinterfragen und beobachten, bis wir uns weit genug distanziert haben von uns selbst und all dem, was um uns passiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir nehmen unsere Umwelt auseinander, nur um letztendlich zur Erkenntnis zu kommen, dass wir ja Teil davon sind. Dass wir, wenn wir sie und damit uns lange erhalten wollen, nur in Verbindung mit der Natur und nicht gegen sie leben k\u00f6nnen. Alles ist aus gleicher Ursprungs-Materie geschaffen: das Universum, alle Pflanzen und Tiere, der Himmel und die Ozeane, die Steine und alles dazwischen, was wir nicht sehen k\u00f6nnen. Wir scheinen feste Materie zu sein, aber wenn man es ganz genau nimmt, ist alles Energie die unterschiedlich schwingt. Auch alles von uns geschaffene hat seine eigene Energie mit der wir uns verbinden k\u00f6nnen oder auch nicht. In uns erkennen wir, dass wir (noch) nicht verstehen wie wir als komplexe Anordnung von Teilchen \u00fcberhaupt als Ganzes funktionieren k\u00f6nnen und m\u00fcssen sehen,&nbsp;dass wir keine Maschinen sind, deren Einzelteile man in der Werkstatt nur reparieren braucht, damit sie wieder funktionieren.&nbsp;Wir m\u00fcssen ganzheitlich betrachtet werden, nicht als entweder oder, sondern alles zusammen. K\u00f6rper und Geist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sind wir nun mit diesen Erkenntnissen \u00fcberhaupt einen Schritt weiter gekommen oder einfach im Kreis gelaufen? Schlie\u00dflich konnten unsere Vorfahren das noch: im Einklang mit der Natur, also das, was wir heute \u201enachhaltig\u201c nennen, leben. Heute sehen wir, dass wir es verlernt haben, es aber eigentlich m\u00fcssten, um unseren Planeten zu retten. Aber das schwierige und gleichzeitig gute an Entwicklung ist ja: sie geht nie r\u00fcckw\u00e4rts. Erkenntnisse k\u00f6nnen nicht \u201eunerlebt\u201c gemacht werden. Und das wollen wir auch nicht. Nur die wenigsten m\u00f6chten oder k\u00f6nnen pl\u00f6tzlich essentielle Freiheiten aufgeben und z. B. auf Medizin und Nahrung aus dem Supermarkt verzichten, um wieder als reiner Selbstversorger den Geschehnissen der Natur ausgesetzt zu sein. Wir haben uns aufgeweckt, unser Gehirn ins Bewusstsein geholt. Wir sind vom intuitiven, \u201erichtigen\u201c, weil naturkonformem Leben im unbewussten Zustand einen langen Weg des Krieges gegen die Natur und uns selbst hier angekommen und haben uns im \u201eFalschen\u201c verirrt.&nbsp;Stehen nun am Abgrund einer Entscheidung und wollen weder springen noch zur\u00fcckgehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt viele Ideen, wie es weitergehen m\u00fcsste. Aber der Mut fehlt, sie durchzusetzen. Viele sind noch nicht so weit, da sie in der Menge weit hinten stehen, sehen sie den Abgrund noch nicht so klar und dr\u00e4ngeln nach vorn. Da wir nun wissen, dass wir alle verbunden sind und ein komplexes Netz bilden, was sich immer weiter verstrickt und so die Einfl\u00fcsse immer st\u00e4rker zu sp\u00fcren sind, auch wenn sie von weit her passieren, was machen wir mit diesem Wissen? K\u00f6nnen wir als Weltkollektiv \u00fcberleben und unsere Probleme zusammen bew\u00e4ltigen? Fakt ist: wir werden nicht in die Steinzeit zur\u00fcckkehren. Wir k\u00f6nnen aber auch nicht so weitermachen wie bisher. K\u00f6nnen wir all unsere Erkenntnisse integrieren, alles zusammenf\u00fcgen zu einem Bild? <\/p>\n\n\n\n<p>Wir wissen also, wir sind alle Energie. Wir haben ein gewisses Gesamt-Kontingent, was wir Leben nennen und innerhalb dieser Spanne einen regenerativen Akku in uns: wir laden uns nachts auf und verbrauchen unsere Energie \u00fcber den Tag. Da wir bisher leider die falschen Teile unserer Erde in Strom umgewandelt haben, haben auch diese Vorr\u00e4te, weil nicht regenerativ, ein gewisses Kontingent. Dieses ist bald aufgebraucht. Alternative, regenerative Energien sind im Kommen, aber noch zu zaghaft in der Umsetzung. Denn auch das ist ein Energiegesetz: Ver\u00e4nderungen sind energieaufw\u00e4ndig und unseren komfort-gew\u00f6hnten westlichen K\u00f6rpern schwer abzuringen. Wir sind schlichtweg zu tr\u00e4ge, unsere Energie schwingt zu niedrig. Komfort, also Energieerhalt, ist gro\u00df, aber Agilit\u00e4t, Energieumkehr, gering. Das mit dem Kontingent ist wohlgemerkt nicht ganz richtig, denn eigentlich wandelt Energie sich nur um, sie verschwindet nicht. Wenn ein Organismus stirbt, geht seine Energie auf andere Wesen \u00fcber und kommt somit zur\u00fcck in den Kreislauf der Natur. Die Energie der Erdressourcen verwandelt sich ebenso, nur leider zu unserem Nachteil: wir transformieren sie immer mehr und mehr in Teilchen, die den Planeten aufheizen, also letztendlich in W\u00e4rme. Das m\u00fcssen wir verlangsamen. Also aufh\u00f6ren die Energie zu schnell zu transformieren. Wie kann frau weniger verbrauchen und Energie sparen? Zum einen hilft nat\u00fcrlich die Technologie, die immer weiter sparsamere Motoren, Batterien, usw. entwickelt. Wir selbst d\u00fcrfen zum anderen nicht so viel produzieren und konsumieren. Und wenn wir konsumieren, dann so ressourcenschonend wie m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Ma\u00df zu finden ist nicht leicht. Es geht nur, wenn auch das Angebot kleiner wird. Denn Produzenten egal welchen Industriezweigs sind in die Verantwortung f\u00fcr ihr Wirtschaften zu ziehen. Es muss eine Regelung von au\u00dfen her, um es den Konsumenten zu vereinfachen. Aber ohne dabei in alte sozialistische Zeiten der Planwirtschaft abzugleiten. Das ist der gr\u00f6\u00dfte Spagat der uns bevor steht. Wir m\u00fcssen uns z\u00fcgeln und beschr\u00e4nken. Alle, die das bisher noch nicht konnten, weil sie nie viel hatten, werden emp\u00f6rt aufschreien. Zu Recht! Die, die im \u00dcberfluss leben, haben nicht ans Kollektiv gedacht. Haben nicht f\u00fcr das Gemeinwohl gehandelt und zuviel gefuttert. Und es damit allen weniger Privilegierten unm\u00f6glich gemacht, ihren Status zu erreichen. Jetzt ist es zu sp\u00e4t. Wir m\u00fcssen uns ann\u00e4hern. Wir, die wir weit abgedriftet sind, m\u00fcssen uns erden. Uns wieder mit der Natur verbinden. Und alle, die das zu gen\u00fcge hatten, k\u00f6nnen sich dagegen etwas l\u00f6sen und sich selbst verwirklichen. Diese B\u00fcrde, diese Verantwortung, dass unser individuelles kleines Handeln Konsequenzen hat, die weit \u00fcber unser sichtbares Umfeld hinaus geht, ist eine Gro\u00dfe, uns bisweilen \u00dcberfordernde. Dennoch m\u00fcssen wir sie endlich annehmen. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck. Auch wenn sie schwer zu begreifen ist, unsere Hirne es schwer \u00fcberblicken k\u00f6nnen. Unser Horizont ist so weit wie nie zuvor, wir erhalten Informationen \u00fcber nahezu alles aus allen Ecken der Erde. Wir k\u00f6nnen nicht l\u00e4nger leugnen, dass wir verbunden und somit im Einfluss, im Energieaustausch sind. Nun ist es Zeit, dass wir uns dementsprechend solidarisch mit allen Menschen und Tieren verhalten indem wir &#8222;Abgedrifteten&#8220; uns zur\u00fccknehmen, unsere Egos abbauen und akzeptieren, dass wir zwar jeweils nur eins unter Milliarden sind und wir nur gemeinsam \u00fcberleben k\u00f6nnen, aber das nicht bedeutet, dass wir nicht als Einzelperson das Netz zum Schwingen bringen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was hat das mit GFK zu tun&#8230;?<\/p>\n\n\n\n<p>GfK geht ebenfalls den Weg des \u201eIch-nehme-etwas-auseinander-um-es-zu-verstehen\u201c (Also den der Wissenschaft, den Weg, den unser Hirn kennt.) um unsere inneren verschlungenen Pfade zu entwirren und will aber letzten Endes zur Heilung, also zur Einswerdung beitragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeit schreitet voran und l\u00e4sst Leben entstehen und wieder vergehen. 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